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Text: Nadine
[ 5. Januar 2009 | Ein Kommentar ]

Die romantische Stadt am Neckar-

Auch wenn ich noch keinen gelesen hab, bin ich mir sicher, dass tausende Reiseführer ihren Beitrag zu Heidelberg mit diesen Worten beginnen. Die Alte Brücke, die Altstadt, das Schloss sind Touristenmagneten und schön anzusehn.

Doch was bleibt nach der ersten spannenden Entdeckungsphase, nachdem man die Stadt aus der neuen Perspektive des Bewohners kennen lernen durfte? Heidelberg ist nicht groß, was dazu führt, dass man schon nach kurzer Zeit kaum Neues oder Aufregendes aufzuspüren vermag. Nach einer spannenden Subkultur kann man lange suchen. Heidelberg verbirgt seine Reize nicht sonderlich gut, wer einmal da war kennt sie und wird, je mehr Zeit er dort verbringt, kaum neue finden.

Manche können dem Dunst der Unaufgeregtheit und Langeweile nichts abgewinnnen und wenden sich genervt von snobistisch angehauchter Korrektheit dem nahen Mannheim zu. Neben der Geburtsstadt des Drum and Bass kann Heidelberg natürlich in Sachen Innovation und Abwechslungsreichtum nicht mithalten.

Beständigkeit hat jedoch auch etwas wunderbar Erleichternd- und Entspannendes. Der Blick von der Theodor-Heuss Brücke wird einem immer den Atem verschlagen, die Neckarwiesen Abende werden immer warm und herzlich sein, ein Schlossbesuch (jenseits der Touristenzeiten) und der Blick über den Neckar und das sich öffnende Delta werden immer großartig sein.

Trotz des nicht außerordentlich großen Angebots sind Kneipenkultur und Nachtleben  auch nicht zu verachten, man weiß eben, was man kriegt und das ist gut!

Hier nun gesammelte Eindrücke aus zwei Jahren HD:

Essen:

Falafel- Heugasse 1

Ein süßer, kleiner Imbiss in der Altstadt, der super leckere arabische Spezialitäten anbietet. Hauptsächlich vegetarisch, ein bisschen Hühnchen gibt’s aber glaube ich auch.

Mandy`s Diner- Speyerer Straße 1

American Diner in einem alten Eisenbahnwaggon. Originell und geniale Burger.

Schiller`s- Heiliggeiststr. 5

Gemütliches Café mit leckeren Kuchen, einer großen Kaffeeauswahl und angenehmen Preisen.

Vater Rhein- Untere Neckarstraße 20

Spaghetti für 1,90 (so schmecken sie allerdings auch) in uriger Studentenkneipenatmosphäre.

Shoppen:

Abseits der Kaufhausketten in der Hauptstraße gibt es einige interessante, kleine Läden, die allerdings meistens ordentlich am Geldbeutel zerren.

American Apparel- Haupstraße

Hell`s kitchen- Bismarckplatz hinterm Kaufhof

Freudenhaus- Plöck

Subway- Untere Straße 15

Coccon- Brückenstraße 10

Kneipen und Bars:

P11- Bahnhofstraße 63

Café-Bar-Lounge in 70er Wohnzimmerambiente. Schöner Blick über den Römerkreis durch die riesige Fensterfront. Gute Musik und angenehme Leute.

Hörnchen- Untere Straße

Gemütliches Café, teilweise auch etwas älteres Publikum. Schöne Einrichtung und gute Musik!

Sonderbar- Untere Straße 13

Tolle, etwas verranzte (mit Charakter) Kneipe in der Mitte der Unteren Straße. Sehr gemischtes, trinkwilliges Publikum und große Absinthkarte.

Clubs:

Karlstorbahnhof- Am Karlstor 1

Club, Konzertsaal, Theaterbühne und Kino in einem, das ist der Karlstorbahnhof. Geniale Akustik bei Konzerten, gute Partyreihen, mega Ausblick im Club K im ersten Stock und abwechslungsreiches Kulturprogramm.

Zu empfehlnde Partys: Rollercoaster für Gitarrenleute, die nicht vor Gassenhauern wie Smells like teen Spirit oder Song 2 zurückschrecken. Chop Suey Club im Club K: Die Indie Party schlechthin in HD, auch mit elektronischen Einschlägen, UV Club für Elektroheads

Halle 02- Güteramtsstraße 2

Ach, wär doch schon wieder Sommer- Der Zollhofgarten

Ach, wär doch schon wieder Sommer- Der Zollhofgarten

Ebenfalls Konzerte, Ausstellungen und Partyreihen auf einem alten Güterbahnhofsgelände mit außergewöhnlicher Atmosphäre. Im Sommer gibt es zusätzlich den Zollhofgarten, einen stylischen Biergarten mit Pool, Volleyballfeld, einem DJ-Programm vom feinsten und jeden Abend den schönsten Sonnenuntergang Heidelbergs dazu.

 

 

 

 

Zum Teufel- Kirchheimer Weg 2

Das Interieur ist Geschmackssache, eben sehr teufelig. Dafür super Partys und toller Biergarten im Sommer. Kicker und Sofas im Nebenraum. Unter der Woche leider oft etwas leer, dafür ein super Konzertprogramm mit aufstrebenden Acts für kaum mehr als 5 Euro.

Villa Nachttanz- Kurpfalzring

Unkommerzielles, alternatives Kulturhaus, wird ehrenamtlich betrieben. 2-stöckige Villa mit Garten und Feuerstelle, die vor allem im Sommer im wöchentlichen Feuergarten gern genutzt wird. Einmalige alternative Hippie- Hauspartyatmosphäre mit Unisex-Klo im ersten Stock (es gibt aber auch nen getrennten Klowagen), Sofas, die vom vielen darauf Herumhüpfen ziemlich mitgenommen aussehn und tollem Kultur-, Party- und Konzertprogramm. Der Mietrechtsstreit mit der Stadt wurde übrigens gewonnen- die Villa kann nun 2 weitere Jahre betanzt werden!

 

Ein Kommentar »

  • blablabla meint:

    Wer den MOHR nicht kennt, hat Heidelberg nicht verdient!!! ;-)

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