Wer kümmert sich schon um das Tagesgeschehen, wenn der Zirkus in der Stadt ist?

Bunt sollte es werden am 24.4. in Heidelberg. 8 Euro Konzert plus Rollercoaster Party ließen sich viele nicht entgehen und sorgten ab 22 Uhr für lange Schlangen vor dem Karlstorbahnhof.
Viel zu früh, denn es warteten noch 2 ½ Stunden eher mäßiges DJ Programm auf die im Durchschnitt 19 Jährigen Partychicks und Partychecker. Umso erstaunlicher war es, dass sich doch einige zum Tanzen und Mitsingen bewegen ließen, da wohl keiner der gespielten Songs vor weniger als drei Jahren das Licht der Musikwelt erblickte, was nun entweder auf eine frühe Musiksozialisation der jungen Indiedancer schließen lässt oder auf die unoriginelle Auswahl zu oft gespielter Lieder.
Dennoch wurden das Publikum und der Saal irgendwie ganz schön aufgeheizt, bis es dann nach halb
1 so weit war:
Der schwarze Vorhang öffnete sich und gab die Manege frei für ein hedonistisches Fest der Extraklasse. Über eine Stunde lang erfüllte ein einziges Loblied auf die Gegenwart, den Exzess, die Entgleisung, den eigenen Körper, dessen Verwandlung und überhaupt alles, was nicht mit Morgen zu tun hat, die Bühne und das Publikum und brachte den ganzen Saal zum kochen.
Dass dabei sowieso eher nur spärlich vorhandene Songstrukturen und Songwriterqualitäten der Lieder untergehen und das hauptsächliche Unterscheidungsmerkmal, der Gesang, ebenso im Rausch verschwimmt: Scheißegal!
Ob ich mir Bonaparte auf dem Melt nochmal ansehen werde? Keine Ahnung. Gestern und Morgen sind egal, der Rausch ist vergangen, zurück blieb ein kleiner Kater und verschwitzte Kleider. Im Rückblick wirkt alles wie ein etwas befremdlicher, kurzer Augenblick. Aber der war geil!















mich hat die show auch mehr als die musik fasziniert aber im endeffekt hats der mix gemacht
ausserdem geht nichts über nen diskokugelkopf
btw: hier war das publikum im schnitt etwas älter und die vorband hab ich natürlich geschwänzt
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